13. November 2009

goodbye tokyo!

heute abend werden wir japan also wieder verlassen. die rucksäcke sind gepackt (oh man ich freue mich auf ein auto, wo ich den krempel einfach reinschmeissen kann und mich nicht bei jeder neuen weiterreise so abmühen muss. die nächsten 2 monate bleibe ich hoffentlich von sowas verschont), und in gut 2 stunden machen wir uns auf den weg zum flughafen. nach einem kurzen zwischenstop in sydney werde ich nach insgesamt gut 13 stunden flug um 14.15 uhr ortszeit in auckland landen. phine ist diesmal ein paar stunden früher da als ich (sie fliegt nonstop), und muss dann dort auf mich warten. naja, dafür habe ich sie ja schon auf dem hinflug hier am flughafen freudig empfangen, weil ich früher da war. diesmal ist es also umgekehrt.


















mittlerweile freue ich mich darauf, dass die reise nun weitergeht. tokyo ist eine tolle stadt, und ich werde sicher das leckere essen vermissen, aber ich freue mich auch mal wieder auf messer und gabel und etwas weniger menschenmassen. trotz allem ziehe ich ein positives fazit. dieses völkchen hier (welches übrigens das verpennteste ist, das ich je gesehen habe: in den u-bahnen schläft grundsätzlich die hälfte der passagiere, weil japaner eine 6-tage-arbeitswoche mit mind. 10 stunden am tag haben und spaß insgesamt im leben dieser leute recht klein geschrieben wird) ist wirklich ein sehr nettes und hilfsbereites, auch wenn wir wohl ziemlich oft aufgrund massiver verständigungsprobleme aneinander vorbeigeredet haben. womit man die japaner wohl am meisten aus der fassung bringen kann, ist, wenn man das innerhäusische schuh- und pantoffelsystem durcheinander bringt. wenn man zum beispiel mit den toilettenschlappen zu tisch marschiert. da wird es denen glaub ich ganz anders. ansonsten waren sie wirklich sehr geduldig mit uns und waren uns immer dankbar, wenn sie uns irgendwie weiterhelfen konnten, was sie auch sehr oft taten.
was ich übrigens nicht vermissen werde, ist das japanische fernsehen!! wir dachten erst, es läge am sender, aber hier wird wirklich von morgens bis abends nur hirnloser blödsinn in form irgendwelcher gameshows gesendet.

insgesamt kann ich sagen, dass tokyo weit mehr ist als das, was so an typisch japanischer popkultur zu uns nach deutschland herüberschwappt. natürlich verzieren die japaner alles gern mit kleinen süßen figuren, da gibt es diese trashige popmusik, und auch die verkleidungs- und stylekünste vieler jugendlicher ist echt beeindruckend, aber tokyo hat noch weitaus mehr zu bieten als das, vor allem die vielen traditionellen tempel, die parks und weitere tollen dinge, die wir gesehen haben. insgesamt denke ich, wir haben sehr viel erlebt in tokyo, waren in jedem stadtviertel, und jedes davon ist eine eigene welt für sich. und so konnten wir diese stadt doch ein klein wenig begreifen, auch wenn am anfang alles wahnsinnig groß, unübersichtlich und fremd erschien.
wenn ich nochmal nach japan kommen sollte irgendwann, würde ich gerne mal kyoto sehen, viele die wir getroffen haben sind dorthin gereist und hatten viele tolle dinge zu berichten.

achja, NATÜRLICH waren wir auch noch in roppongi karaoke singen, zur feier von phine geburtstag am mittwoch. ich würde sagen, wer das nicht mindestens einmal mitgemacht hat, der war nicht wirklich in tokyo. man bezahlt dort 30-minuten-weise, wird in einen kleinen raum geführt, dort steht eine komplette karaoke-anlage, mit boxen die ordentlich wumms machen und einem songverzeichnis, das etwa doppelt so dick ist wie frankfurts telefonbuch. der kleine raum mit verschließbarer tür ist deshalb so praktisch, weil man dort mit seinem gesang nicht gleich die ganze nachbarschaft verschreckt. es wird also nicht wie bei uns vor großem prublikum gesungen, sondern im stillen kämmerlein. wir hatten wirklich jede menge spaß und timo und ich haben mit "run" von snow patrol eindeutig das duett unseres lebens hingelegt!

doch nun heisst es, auf wiedersehen nördliche hemisphäre, hallo neuseeland, ich freue mich!!

1 Kommentar:

  1. Ei Schlotty, das hört sich gut an! Viel Vergnügen im Land der komischen Vögel! Sitze hier und lese ein bisschen neidisch deinen Blog... ach wie gerne wäre ich mit gereist. Und immer dran denken: what comes around, goes around- sehr wichtig in NZ!
    Bussi aus Bembeltown

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