nach einer sehr ereignisreichen und aufregenden woche sind wir nun zurück in auckland, um mal einen tag zu verschnaufen und von hier aus am sonntag richtung süden der nordinsel zu fahren.
ja, was ist so passiert in de ganzen woche? das mit dem internet ist hier garnicht so einfach! hier mal die kurzfassung:
samstags fuhren wir ins ca. 150 km nördlich von auckland gelegene whangarei, in die little earth lodge. eigentlich hätte man in der einfahrt ein schild aufstellen können "herzlichen glückwunsch, sie sind am arsch der welt angekommen". aber was für ein schöner arsch! ein hostel, mitten im nirgendwo, ohne handyempfang (gott sei dank, ich bin im urlaub!), dafür mit einem hund und 2 ponys und hühnern, deren eier wir verputzen durften.
sonntags wanderten wir zu den whangarei-falls, dem wohl meist fotografiertesten wasserfall neuseelands (obs der schönste ist, kann ich nicht beurteilen) und tappten mit helm und stirnlampe bewaffnet durch die stockfinsteren abbey caves, um tausende von glühwürmchen zu bestaunen, die an der decke der höhle saßen und wie ein sternenhimmel aussahen. hinterher waren wir nass, dreckig und kaputt vom klettern, denn der aufstieg auf der anderen seite der 60 m langen höhle erwies sich als tricky, aber es war wirklich ein lustiges erlebnis.
mitunter lernten wir noch chris kennen, einen backpacker aus berlin, der mit uns in den höhlen herumkraxelte und den wir am nächsten tag weiter mit richtung norden nahmen.
nach 2 nächten in der little earth lodge fuhren wir am montag in die bay of islands nach paihia ins mousetrap-hostel und segelten mit dem zweimaster r. tucker thomspon dienstags 6 stunden lang durch die riesige bucht mit ihren vielen inseln. es gab frühstück, mittags ein barbeque, einen stopover auf einer der inseln und während wir segelten kletterten wir wie die affen auf dem schiff und in den masten herum. insgesamt einfach ein toller tag und nein, es hat niemand über die reling gekotzt, ihr wisst doch, bis ich mich übergebe, muss einiges passieren...
mittwochs gings dann noch weiter hoch in den norden, und die sonne schien den ganzen tag, unglaublich!! wir tuckerten nach ahipara in die endless summer lodge, einem superschönen hostel direkt am strand. von dort aus starteten wir donnerstags richtung cape reinga (wieder sonne, juchu!!), dem (fast) nördlichsten punkt von neuseeland. hier treffen der pazifik und die tasmanische see aufeinander und nach der maori-legende verlassen an diesem punkt die seelen der verstorbenen die erde. ein 800 jahre alter baum spielt da wohl auch noch eine ziemlich große rolle, dem man sich nicht nähern oder gar berühren darf, aber da wir ihn nicht genau ausmachen konnten, bestand auch keine gefahr dass wir uns deswegen blamieren könnten. wir haben rocko über jede menge schotterpisten, berge rauf und wieder runter gejagt und ich hoffe, er hats uns nicht übel genommen
am cape reinga bekam ich es dann nochmal schwarz auf weiss: ich bin über 18.000 km von zuhause weg. ein wegweiser, der neben dem leuchtturm in alle himmelsrichtungen zeigte und die entfernung zu den verschiedensten orten der welt verriet, hat das zumindest behauptet.
anschließend besuchten wir noch einen strand und riesengroße sanddünen, die wir mit sandboards runterdüsten. leider war der aufstieg echt sauanstrengend und die abfahrt mit den boards dafür recht kurz. die dinger sind ungefähr 100000000 meter hoch und etwa 90 grad steil. krabbelt da mal hoch, und das auch noch im sand, dann wisst ihr was ich meine. wer schon mal auf der dune du pyla in frankreich war, dem sage ich: die dünen hier in neuseeland sind doppelt so hoch. mindestens.
dann waren wir schlussendlich noch am ninety mile beach, der eigentlich auch eine straße darstellt, weil man den rund 100 km langen strand mit dem auto mit 100 sachen runterbrettern darf, aber da ich angst hatte, mich nach nur 10 tagen von rocko aufrund von treibsand oder ähnlichem wieder verabschieden zu müssen, gewährten wir ihm nur einen kurzen ausflug auf den strand.
wieder in ahipara war uns leicht übel von den vielen kurven und rocko sah aus, als wäre er in der wüste gewesen. was er ja irgendwie auch war, wenn man die sanddünen bedenkt und den ninety mile beach. da wir ja ordentliche backpacker sind, haben wir ihn schnell noch durch den carwash gejagt und naja, was soll ich sagen, ungefähr die hälfte vom dreck ist runtergegangen. und wir selbst waren noch den ganzen abend damit beschäftigt, uns den sand aus nase, ohren und sonstwoher zu pulen.
freitags, also heute, haben wir dann den ganzen rückweg nack auckland in ca. 7 stunden "runtergerissen". wir haben unterwegs noch den ältesten kauri-baum neuseelands gesehen. 2000 jahre ist er alt und einfach riesig. außerdem waren wir an einer wunderschönen bucht im westen der nordspitze und haben uns die sonne auf den pelz scheinen lassen.
so langsam wollen wir mal weiter runter kommen, also richtung süden. nur macht rocko uns derzeoit ein wenig sorgen, so dass wir heute sogar kurz eine werkstatt aufgesucht haben. um die spannung zu erhöhen werde ich da ein ander mal drüber berichten, erstmal abwarten, wie die sache ausgeht... er pfeift ein bissl aus dem letzten loch, bzw. nicht aus allen aus denen er eigentlich rauspfeifen sollte.
aber es war eine echt schöne woche, und wir haben im gegensatz zu euch bleichgesichtern in deutschland auch schon farbe ins gesicht bekommen, ha!
friert nicht zu viel, und bis demnächst :).
und fotos gibts es natürlich auch neue!

