leute im hostel hat.
aber erstmal der rückblick:
von westport ging es weiter zum franz josef gletscher, und 2 kanadier namens tara und dean
leisteten mir und rocko gesellschaft. ich habe die beiden schon im nook-hostel im norden
kennengelernt und wir hatten bereits dort verabredet, dass wir die westküste zusammen
runterfahren werden. gesagt, getan.
unterwegs machten wir halt bei den pancake-rocks, die wirklich aus tausenden einzelnen
schichten bestehen, und selbst die neuseeländer wissen anscheinend nicht so recht, wie
dieses phänomen zustande kommt. zumindest ziehen die pfannkuchenfelsen hunderte touris an, aber der ausblick lohnt sich wirklich. meterhohe wellen, die mit lautem getöse an die küste
und die felsen krachen und überall rauscht und blubbert es bedrohlich unter einem. die
sonne schien mal wieder den ganzen tag und der tag war perfekt, um die gemütlich weiter die
westküste runterzufahren. hier sah es wieder ganz anders aus als weiter im norden. hohe
berge und gleich daneben das tosende meer, und hier war nix los mehr mit baden oder
ähnlichem, ich glaube die wellen hätten einen innerhalb von sekunden ersaufen lassen.
zwischen bergen und meer schlängelte sich die straße entlang, wir waren alle drei total
fasziniert von der landschaft.
irgendwann auf der strecke überholten wir zufällig unsere zwei ösis manuela und franz, die
auch mit uns im nook waren und hielten mit einem kaffeekranz auf der straße den kompletten
verkehr auf. abends kamen wir dann am fronz josef gletscher an. das ganze dorf dort ist nur
darauf ausgelegt, die menschenmassen zu bewältigen, die den gletscher erklimmen wollen. was wir am nächsten tag auch vorhatten, muss man ja auf jeden fall mal mitgemacht haben.
am nächsten tag bekamen wir also eine komplette ausrüstung bestehend aus hose, regenjacke,
stiefeln und spikes für die schuhe gestellt und los gings zum gletscher. bis wir beim
eigentlichen eis ankamen, vergingen leider erstmal 2 stunden, denn wir mussten durch ein
langes tal laufen und schließlich noch ewig hohe geröllberge erklimmen, bis wir endlich im
eis waren. und da wurde es dann richtig spannend. wir quetschten uns durch tiefe
gletscherspalten und kraxelten die eismassen rauf und runter. ging ganz schön in die beine,
aber war ein tolles erlebnis. überall das blaue eis und ständig knirschte und krachte es,
da der gletscher ständig in bewegung ist und unser guide musste uns öfters mal mit einer
spitzhacke den weg freischlagen. abends waren wir total kaputt.
nachdem wir dort 2 tage verbracht hatten ging es am 23.12. weiter nach wanaka, immer noch mit tara und dean im gepäck. wanaka ist ein netter kleiner ort, eigentlich ein wintersportort 120 km vor queenstown, und unterwegs kamen wir am lake hawui vorbei, dem blausten see, den ich jemals gesehen habe. in wanaka trampten die beiden weiter richtung queenstown, denn sie wollten schon am 23. dort sein. ich traf mich abends noch auf ein paar bier mit manuela und franz und es wurde ein sehr lustiger abend.
am 24. ging es dann endlich nach queenstown, hier verbringen die meisten der traveller, die auf der südinsel unterwegs sind, die weihnachtsfeiertage. im hostel traf ich dann auch mireille wieder, ein sehr nettes mädel aus der französischen schweiz, die ich auch im abels tasman park kennegelernt habe (im wassertaxi, haha), und mit der ich mich für weihnachten dort verabredet habe. queenstown ist eigentlich eine große anlaufstelle für alle, die auf der suche nach dem ultimativen grauen sind. hier starten täglich mehrere flugzeuge, die
skydiver aus wahlweise 3000, 4000 oder 5000 metern höhe entlassen, hier wurde das
bungee-springen erfunden und neben den noch erträglichen höhen von 50 metern kann man sich hier von einer kleinen plattform an einem gummiseil 134 meter tief in den nevis-canyon
stürzen, das ist die dritthöchste bungee-höhe der welt und 8,5 sekunden freier fall sind inklusive. mireille und ich starteten übrigens mit nzone drei versuche für unseren geplanten skydive, doch jedesmal wurde das abenteuer aufgrund zu vieler wolken von seiten des anbieters gecancelt. man will ja auch was sehen von der gegend, wenn man ihr mit 200 km/h entgegenrast, bevor nach 60 sekunden der fallschirm hoffentlich aufgeht. also, nächster versuch ist am lake tekapo. more to come!
am heiligabend schlugen wir uns erstmal mit den besten burgern der stadt und unmengen
pommes die bäuche voll, und trafen uns danach mit tara und dean und noch ein paar anderen
in deren hostel. es wurde ein langer und sehr spaßiger abend, gegen 3 uhr nachts fielen wir
hundsmüde und einigermaßen betrunken ins bett. da die neuseeländer am 25. ihr eigentliches
weihnachtsfest feiern, waren an diesem tag alle geschäfte geschlossen. wir fuhren mit der
gondel auf den 790 meter hohen bob's peak direkt bei queenstown und bewunderten die stadt
von oben. dort gab es auch eine art sommerrodelbahn, und natürlich trafen wir wieder ein
paar leute aus dem hostel und rasten mit ihnen zusammen die strecke runter.
abends (gestern abend also) gab es ein großes zusammentreffen im hostel mit allen anwesenden und der abend wurde natürlich wieder sehr lang und sehr alkohollastig. hier sind nun übrigens endlich die ganzen schweizer gelandet, von denen eva immer gesprochen hat! unser hostel ist voll davon. auf jeden fall, egal aus welchem land die backpacker kommen, sie trinken immer zu viel, und so auch wir. ein typ aus korea hat mir noch versucht alle möglichen zauber- und kartentricks beizubringen, die echt richtig gut waren, aber aufgrund meines pegels musste ich leider passen. ich glaube gegen 5 uhr morgens war ich dann mal im bett. und heute muss ich leider auch passen, in jeglicher hinsicht, aber es regnet im moment sowieso, macht also nix. hoffentlich verschlafe ich morgen nicht.
(ich bin übrigens dafür, dass das "snooze" in "snore" abgeändert wird, das wäre mal ne richtig schöne strafe für die ganzen fiesen schnarcher in den hostels!)
insgesamt war es für mich ein sehr ungewöhnliches, aber sehr tolles weihnachtsfest dieses jahr! solange man hier überhaupt von weihnachten sprechen kann, denn die neuseeländer machen lange nicht so einen hype um die ganze sache wie die europäer.
morgen geht es weiter nach milford sound, das ganze wird ja hier in den himmel gelobt und
die neuseeländer machen da wirklich das achte weltwunder draus. insofern habe ich lieber
nicht zu hohe erwartungen, außerdem regnet es dort an 300 tagen im jahr, halleluja.
ich merke gerade, wie schnell die zeit in neuseeland hier zuende gehen wird... aber ein
bisschen davon ist ja noch übrig!
ein paar neue fotos gibt es übrigens auch.
du fehlst mir.....
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